Morsum ist eine enge, eingeschworene Gemeinschaft, obwohl das Dorf sehr, sehr weitläufig ist. Zwischen dem Wäldchen am „Eingang“ von Sylt beim Westende des Hindenburgdamms, dem imposanten Morsumer Kliff und dem Deich, der den feinen Golfplatz und die endlose Weite der Wiesen umarmt, ist viel unverfälschtes Sylt zu entdecken: Hier gibt’s noch echte Landwirte, einen sogar mit hofeigener Meierei, eine winzige uralte Kirche, Eier von glücklichen Hühnern, echte Morsumer Kartoffeln, Brötchen direkt aus der Backstube, die Sylter Seifenmanufaktur mit garantiert Sylter Ingredienzien, eine Badestelle am Watt und die rührigen „Kulturfreunde“, die Veranstaltungen organisieren, an der Dorf-Chronik arbeiten und sich der Traditionspflege verschrieben haben. Morsum ist folgerichtig das Zentrum der Ringreiter, die sich hinter dem Muasem Hüs auf der Festwiese im Sommer treffen, um ihre Regenten auszureiten.
Eine archäologische Sensation ist das Morsum Kliff bei Nösse. Es wirkt wie ein malerischer Report aus Millionen Jahren Erdgeschichte und erfreut mit faszinierendem Farbspiel seiner Gesteinsschichten, die vor allem vom Abendlicht der untergehenden Sonne großartig in Szene gesetzt werden.
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